Über uns

Das Gebäude des heutigen Stiftelsen Arkivets wurde am 7. März 1935 als Staatsarchiv eingeweiht. Nach der Okkupation Norwegens wurde es am 10. April 1940 von den deutschen Nationalsozialisten besetzt und von der Gestapo in den Jahren 1942–45 als Hauptquartier in der Region Sørlandet genutzt. Die Kellerräume wurden in dieser Zeit für Verhöre und als Gefängnis genutzt. Am 9. April 1999 übernahm das Stiftelsen Arkiv das frühere Gebäude es Staatsarchivs. Die Gefängniszellen und Folterkammern und Folterkammern wurden rekonstruiert und Ereignisse, die sich dort während des Krieges abspielten, wurden mit Hilfe von lebensgroßen Modellfiguren nachgestellt. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 kamen ca. 70.000 Besucher in das Stiftelsen Arkiv.

Die Hauptzielgruppe sind Schüler. Jedes Jahr besuchen ungefähr 5000–6000 Schüler das Arkiv. Die Führungen werden von Mitgliedern des Vereins „Freunde des Stiftelsen Arkiv“ geleitet, die  alle eine persönliche Verbindung zur Geschichte des Gebäudes haben, denn durch eine erlebnisorientierte Geschichtsvermittlung lassen sich Parallelen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ziehen. Im Anschluss an die Führung haben die Schüler die Möglichkeit an einem Unterricht zu thematisch relevanten Sachverhalten teilzunehmen.

Die Stiftung arbeitet eng mit den im Gebäude ansässigen regionalen Vertretungen humanitärer Organisationen, wie der UN-Association, dem Roten Kreuz, ARC-aid und Amnesty International, zusammen.

Durch erlebnisbasierte Geschichtsvermittlung lassen sich Parallelen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ziehen. Das Ziel bei der Vermittlung des Stiftelsen Arkivs ist die Meinungsbildung. Der Keller des Arkivs und dessen Geschichte werden deshalb genutzt, um Verstehen, Lernen und demokratisches Verständnis zu fördern.

Forschung und Entwicklung sind zentrale Bestandteile der Arbeit des Stiftelsen Arkivs. Die Forschungsinhalte beziehen sich auf Themen wie Demokratie und Menschwürde, historische Reflexion und Geschichtsvermittlung mit Hilfe von Dokumentation, Unterricht und Kulturvermittlung.

Eine wichtige Arbeitsaufgabe ist der Aufbau eines internationalen Netzwerkes von Institutionen, die mit Hilfe von Geschichte und Kunst die Bedeutung von Frieden und dem Leben miteinander reflektieren. Das Stiftelsen Arkiv arbeitet deshalb beispielsweise eng mit dem Robben Island Museum in Südafrika und dem ehemaligen Folterzentrum Tuol Sleng in Kambodscha zusammen.