Stiftelsen Arkivet

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Zentrum für Geschichtsvermittlung und Friedensschaffung durch Dokumentation, Forschung, Bildung und Kulturvermittlung.

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Wir werden leben! Fünf Zeitzeugen aus dem Arkivet nach Ravensbrück

Im Zeitraum von 1940–1945 befanden sich 243 Frauen aus Agder im Gefängnis in Kristiansand. 14 von ihnen wurden in deutsche Gefangenschaft geschickt. 5 kamen nach Ravensbrück, das einzige Lager für Frauen im deutschen Konzentrationslagersystem.

Selbstmord als einziger Ausweg

Einer von denen, die im Arkiv am schwersten misshandelt wurden, war ohne Zweifel Louis Hogganvik aus Sør-Audnedal. Nach zwei missglückten Selbstmordversuchen gelang es ihm beim dritten Mal sich selbst das Leben zu nehmen. Um die bestialischen Folterungen zu vertuschen, entschied Hauptsturmführer Rudolf Kerner den Toten im Meer, nahe des Leuchtturms Oksøy fyr, zu versenken. Louis Hogganvik bekam ein nasses Grab – sein Körper wurde nie gefunden.

Arkiv-Folterknechte vor Gericht

Die Enthüllung der schaurigen Greueltaten, die sich im Arkiv gegen norwegische Wider­standskämpfer während des 2. Weltkrieges abgespielt hatten, schockierte und empörte das Volk nach der Befreiung 1945 im ganzen Landesteil Sörlandet. Am 9. April 1947 be­gann im Agder Schwurgericht der Prozess gegen die deutschen Gewalttäter. Nicht weni­ger als 300 Zeugen waren einberufen, um über ihr Schicksal in der „Hochburg der Tor­tur" zu berichten.

Westfalen-Katastrophe

Die "Westfalen-Katastrophe­" war das schlimmste Einzelereignis, das die Wider­stands­­be­we­­gung im Landesteil Sörlandet gerammt hat und gleichzeitig das stärk­ste verglichen mit der Tragödie von „Tromösund". Fünfzehn Leute aus dem Sör­landet verloren ihr Leben.

"Der Widerstandskampf endete nicht vor 50 Jahren. Es wird von uns verlangt, dass wir ihn weiterführen, damit sich Menschenverachtung und Rassismus im Angesicht des Feindes, der niemals kapitulierte, nicht ausbreiten. Unsere eigene Gleichgültigkeit."
Paal-Helge Haugen, 1997

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