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Arkiv-Folterknechte vor Gericht

Arkiv-Folterknechte vor Gericht

Die Enthüllung der schaurigen Greueltaten, die sich im Arkiv gegen norwegische Wider­standskämpfer während des 2. Weltkrieges abgespielt hatten, schockierte und empörte das Volk nach der Befreiung 1945 im ganzen Landesteil Sörlandet. Am 9. April 1947 be­gann im Agder Schwurgericht der Prozess gegen die deutschen Gewalttäter. Nicht weni­ger als 300 Zeugen waren einberufen, um über ihr Schicksal in der „Hochburg der Tor­tur" zu berichten.

Besuche bei der Stiftelsen Arkivet:

Besuche bei der Stiftelsen Arkivet:

Willkommen in der Stiftelsen Arkivet. Bevor das neue Gebäude im Januar 2018 fertig ist, werden die Zugänglichkeit und Parkmöglichkeiten etwas reduziert. Allerdings haben wir ein reichhaltiges Programm an Vorträgen, Kursen und Markierungen. Für Gruppen, die Tour empfehlen wir im Voraus zu konsultieren. Das gleiche gilt für die Miete der Vorlesung oder Besprechung.

Der Alptraum von Tor Njaa

Der Alptraum von Tor Njaa

Der erste perverse Torturfall, der im Arkiv registriert wurde, war die grauenvolle Be­hand­lung des Han­dels­be­voll­mäch­tig­ten Tor Njaa aus Flekke­fjord. Er wurde am 1. Mai 1942 in Verbin­dung mit der Tela­våg­-Af­färe ver­haftet. Nach der Verhaf­tung in seinem Zuhause wurde er zum Polizei­revier in Flekke­fjord gebracht. Dort wurde er sofort einem Verhör unter­zogen. Von diesem Zeit­punkt an durch­lebte er einen Alp­traum, den man beinahe nicht be­schrei­ben kann.

Der Standhafte aus dem Setesdal

Der Standhafte aus dem Setesdal

Der Telegrafenlehrling bei der NSB (der Norwegischen Staatsbahn), Feldwebel Osmund Faremo aus Rysstad im Setesdal, wurde am 5. Februar 1943 auf dem Bahnhof in Kristiansand verhaftet. Er wurde der Mitgliedschaft in einer illegalen Widerstandsorganisation verdächtigt und im „Arkiv" harter Tortur ausgesetzt. Er bekam die Brutalität, die an diesem finsteren Ort herrschte, zu spüren. Die erschreckenden Erlebnisse hinterliessen deutliche Spuren im Bewusstsein des 21-jährigen. Später im Leben sollte er ein aktiver Vorkämpfer für Freiheit und Menschenwürde werden.

Eichinger-Gruppens Fall

Eichinger-Gruppens Fall

Feldwebel Robert Eichinger, Kristiansand, war ein stark engagierter Widerstandsmann. Er war Mitglied der Mil.Org. und der geheimen Nachrichtengruppe XU in Kristiansand. Im Sommer 1942 wurde er zum Fernmeldechef der Kampfgruppe 3 ernannt.Zu diesem Zeitpunkt gab es Meldungen, die auf eine alliierte Invasion hindeuteten.

Gestapohäscher im ”Arkiv”

Gestapohäscher im ”Arkiv”

Wer waren die bestialischen Offiziere, die der deutschen Geheimen Staatspolizei in Kristiansand während des 2. Weltkrieges angehörten? Unter den Torturopfern gingen sie nur unter der Bezeichnung „Untiere". Nach Kriegsende erarbeitete das Polizeipräsidium in Kristiansand eine Personalübersicht über die am stärksten belasteten Gestapoleute.

Offizier auf dem Feld der Ehre

Offizier auf dem Feld der Ehre

Im Dezember 1942 kam die Sipo auf die Spur einer grossen militärischen Organisation im Landesteil Sörlandet, Laudals Organisation oder Kampfgruppe 3, wie sie offiziell hiess. Sie umfasste Rogaland und die beiden Verwaltungsgebiete Agder. Die Aktion gegen Laudals Leute erstreckte sich über drei Monate, d.h. bis Ende Februar 1943. Zwischen 3-400 Personen wurden verhaftet. Ungefähr 320 verblieben im Gefängnis

Selbstmord als einziger Ausweg

Selbstmord als einziger Ausweg

Einer von denen, die im Arkiv am schwersten misshandelt wurden, war ohne Zweifel Louis Hogganvik aus Sør-Audnedal. Nach zwei missglückten Selbstmordversuchen gelang es ihm beim dritten Mal sich selbst das Leben zu nehmen. Um die bestialischen Folterungen zu vertuschen, entschied Hauptsturmführer Rudolf Kerner den Toten im Meer, nahe des Leuchtturms Oksøy fyr, zu versenken. Louis Hogganvik bekam ein nasses Grab – sein Körper wurde nie gefunden.

Stiftelsen Arkivet: Zweck und Aktivitäten

Stiftelsen Arkivet: Zweck und Aktivitäten

Stiftelsen Arkivet ist eine Stiftung, die sich der Information, Dokumentation, Ausbildung, Forschung und Kultur widmet. Die Stiftung hat ihren Ursprung in einem Gebäude, das während des 2. Weltkrieges als regionales Hauptquartier der Gestapo gedient hat und wo der Keller als Gefängnis und Verhörszentrum benutzt wurde.

Unsere Ausstellungen:

Unsere Ausstellungen:

Stiftelsen Arkivet Geschichte wird durch unsere Dauerausstellung, temporäre und virtuelle Ausstellungen mitgeteilt. Die Ausstellungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich an Wochentagen von kl. 10.00 bis 15.00 Uhr (samstags geschlossen). Es wird täglich im Rundgang durch die Dauerausstellung geführt. 13.15.

Von ein Tatort zu ein Denkmal:

Von ein Tatort zu ein Denkmal:

Stiftelsen Arkivet im ehemaligen Staatsarchiv in Kristiansand im Zweiten Weltkrieg untergebracht war das Hauptquartier der Gestapo in Südnorwegen. In Nazi-Service-Gebäude war ein Symbol für Folter und Menschenverachtung. Heute ist das Haus gefüllt mit Aktivität, die zu einer Gesellschaft mit mehr Raum für die Würde des Menschen, basierend auf Freiheit und Demokratie beitragen.

Westfalen-Katastrophe

Westfalen-Katastrophe"

Die "Westfalen-Katastrophe­" war das schlimmste Einzelereignis, das die Wider­stands­­be­we­­gung im Landesteil Sörlandet gerammt hat und gleichzeitig das stärk­ste verglichen mit der Tragödie von „Tromösund". Fünfzehn Leute aus dem Sör­landet verloren ihr Leben.

Wir werden leben! Fünf Zeitzeugen aus dem Arkivet nach Ravensbrück

Wir werden leben! Fünf Zeitzeugen aus dem Arkivet nach Ravensbrück

Im Zeitraum von 1940–1945 befanden sich 243 Frauen aus Agder im Gefängnis in Kristiansand. 14 von ihnen wurden in deutsche Gefangenschaft geschickt. 5 kamen nach Ravensbrück, das einzige Lager für Frauen im deutschen Konzentrationslagersystem.

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